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20.07.2018 - 12:15

Freihändler zeigen Flagge



Beim ersten Gipfeltreffen der USA und Russlands seit acht Jahren nutzte US-Präsident Trump die Gelegenheit, um sich noch einmal deutlich von den westlichen Verbündeten und selbst von US-Institutionen abzuwenden. Das dortige negative Echo könnte nun dazu führen, dass er zumindest bis zu den Wahlen (Midterm-Elections) im November noch rigoroser in Sachen Protektionismus auftritt. Doch es gibt auch gute Nachrichten in Sachen Welthandel: Die EU und China bekräftigten auf ihrem Handelsgipfel die Bestrebungen, sowohl die Welthandelsorganisation WTO als auch den gegenseitigen Handel zu reformieren. Flagge zeigten die Freihändler auch mit der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens JEFTA zwischen der EU und Japan. Dagegen zeichnete sich bei den Anhörungen zu möglichen US-Automobilzöllen keine Lösung ab, womit deren Einführung immer wahrscheinlicher wird.



In der kommenden Woche dürfte der deutsche ifo Geschäftsklimaindex die Konflikte in Handelsfragen wiederspiegeln und demzufolge wohl weiter sinken. Gleiches gilt für die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und Euroland. In den USA werden die Bruttoinlandsprodukts-Zahlen für das zweite Quartal ein kräftiges, vom privaten Konsum getragenes Wachstum anzeigen. Wenig Überraschendes ist von der Geldpolitik zu erwarten: Die EZB wird in ihrer Sitzung den Leitzins unverändert lassen. Spannend wird das Treffen von US-Präsident Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, bei dem letzterer sich bemühen wird, die Wogen des Handelsstreits zu glätten.



 



 





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