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vwd group

16.05.2018 - 08:53

Krisen eröffnen Chancen

Die Ankündigung von US-Sanktionen nach dem einseitigen Ausstieg der USA
aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat die Aktienmärkte kalt gelassen. Am
US-Aktienmarkt kletterten die Kurse weiter und auch der DAX zeigte keine
Schwächezeichen. Ein Blick zurück zeigt denn auch, dass Krisen Aktienbörsen
meist nur kurzfristig einen Dämpfer verpassten. So haben die Aktienmärkte die
während der beiden Weltkriege oder des Irakkrieges 2003 erlittenen Verluste
innerhalb weniger Jahre wieder ausgeglichen. Nicht umsonst gibt es die
Börsenweisheit, dass "politische Börsen kurze Beine haben". Darauf weist die
Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften
hin. Die Kursentwicklung wird eher von den Erwartungen der Marktteilnehmer,
langfristigen Unternehmensdaten, der Zinsentwicklung und weltwirtschaftlichen
Lage bestimmt. Das zeigt die langfristige Wertentwicklung. So erzielte der
deutsche Aktienmarkt seit 1900 eine durchschnittliche jährliche Rendite nach
Abzug der Inflation von 3,4 Prozent. Amerikanische Aktien kamen jährlich sogar
auf eine von 6,5 Prozent im Schnitt. Diese Entwicklung zeigt, dass sich Aktien
trotz zeitweiser erlittener Verluste auszahlen. Der Anleger ist ohnehin gut beraten, seine Entscheidungen für ein
Aktieninvestment langfristig zu treffen und sich an den Geschäftsdaten der
Unternehmen und der Entwicklung der Weltwirtschaft zu orientieren. Er sollte
sich allerdings darüber im Klaren sein, dass er bei einem Aktienkauf an der
Unternehmensentwicklung mit allen Chancen und Risiken partizipiert. Wer
solche unternehmerische Risiken minimieren möchte, sollte sein Kapital über
verschiedene Anlageklassen streuen. Eine Möglichkeit dafür bieten Aktienfonds. Bei diesen bewerten Fondsmanager
die Unternehmensentwicklung und kümmern sich fortwährend um die Streuung
und das Management der Gelder. Und sie können Kurseinbrüchen dafür
nutzen, um Aktien günstig zuzukaufen. So erzielten Sparer mit Fonds, die in
deutsche Aktien investieren, in den zurückliegenden 15 Jahren bis März 2018
im Schnitt ohne Berücksichtigung der Inflation eine Rendite von 10,6 Prozent
jährlich. In diesem Zeitraum konnte der Anleger also sein eingesetztes Kapital
verviereinhalbfachen. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter
www.bvi.de/finanzwissen. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle".
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