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29.01.2018 - 07:39

Euro-Stärke lässt EZB kalt



Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar auf einen mehrjährigen Höchststand geklettert, aber Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), lässt sich davon nicht beeindrucken. Vielmehr hält er an seiner Strategie fest und ist weiterhin vom robusten Aufschwung in Euroland überzeugt. Derweil beflügelt der schwache US-Dollar die Rohstoffmärkte und lässt die Risiken für anziehende Inflationsraten zunehmen. Ohne klare Belege dafür dürften die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen allerdings ihre Aufwärtsdynamik jenseits von 0,60 Prozent zunächst nicht aufrechterhalten können. Auf der anderen Seite des Atlantiks ist die Unsicherheit über die US-Haushaltssperre gewichen und die US-Unternehmen erfreuen die Anleger mit Gewinnmeldungen auf Rekordniveau. Die Konsequenz: Die US-Aktienmärkte beeindrucken erneut mit immer neuen Höchstständen.



Ob sich die euphorische Stimmung auch in harten Wachstumszahlen widerspiegelt, werden nächste Woche die Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt in Euroland zeigen. Für das Gesamtjahr 2017 wird das stärkste Wachstum seit zehn Jahren erwartet. Doch wie lange lässt die Inflation im Euroraum noch auf sich warten? Die Marktteilnehmer preisen eine dauerhaft niedrige und stabile Inflation ein. Dies ist die Basis für die geringen Kursschwankungen der letzten Wochen und Monate. Die Nervosität an den Märkten wird aber wahrscheinlich wieder zunehmen.





Mitteilung übermittelt von Deka Bank, für deren Inhalt Deka Bank allein verantwortlich ist

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