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Geldanlage: Wo es noch Zinsen gibt

Zinsanlagen

03.07.2017

Geldanlage: Wo es noch Zinsen gibt

Das Niedrigzinsumfeld  in Europa dürfte Anlegern erst einmal erhalten bleiben. Chancen auf mehr Zinsen gibt es dennoch. Beispielsweise in aussichtsreichen Schwellenländern.

Deutsche Anleger leiden unter den niedrigen Zinsen, die für Euro-Anleihen zurzeit geboten werden. Das gilt sowohl für bonitätsstarke Staatsanleihen, bei denen die Renditen nahe dem Nullpunkt liegen, als auch für als solide eingeschätzte Unternehmensanleihen, deren Renditen ebenfalls stark gesunken sind. Vor allem aber sind die Aussichten auf baldige Zinsanstiege gering.

Langsamer Zinsanstieg in den USA

Zwar hat die amerikanische Notenbank ihre Ankündigung wahrgemacht und Mitte Juni die Leitzinsen um einen Viertel Prozentpunkt angehoben, doch ist das mit einem Niveau von 1,00 bis 1,25 Prozent noch weit von früheren Sätzen entfernt.

Die Europäische Zentralbank scheint ihrerseits von einer Zinswende noch weit entfernt. Auf der jüngsten Sitzung des EZB-Rats gab Währungshüter Mario Draghi allerdings ein verbales Signal, die Zinsen im Euro-Raum nicht weiter senken zu wollen.

„Die EZB hat vorsichtig die geldpolitische Wende eingeleitet“, beurteilt Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, dies überaus optimistisch.

In der Eurozone bleibt es erst einmal bei den Nullzinsen

Faktisch beließ die EZB den Leitzins daher bei null Prozent und wird auch mit den Anleihekäufen in Höhe von monatlich 60 Milliarden Euro fortfahren. Das Ziel ist, die Kapitalmarktzinsen insgesamt auf einem tiefen Stand zu halten, und die Inflationsrate Richtung zwei Prozent zu treiben.

Für Anleger bedeutet das, dass sie nicht nur in diesem Jahr, sondern sehr wahrscheinlich auch 2018 mit extrem tiefen Zinsen werden leben müssen. Sie sollten deshalb nach Alternativen Ausschau halten. Denn so lange die Zinsen unter der Inflationsrate liegen, verlieren Sparanlagen real an Wert.  

Mehr Zinsen? Anleihen aus Schwellenländern eine Option

Eine interessante Alternative bilden beispielsweise Anleihen aus den Emerging Markets. Dort werden für Staatsanleihen hohe Zinsen gezahlt, was sich auch 2018 fortsetzen sollte, so die Einschätzung der Marktbeobachter der OECD . Ähnliches gilt für Unternehmensanleihen. Da viele Schwellenländer überdies bemüht sind, ihre Zinsen zu senken, winken den Anleihen hier obendrein Kursgewinne.

Die Kehrseite der höheren Zinsen ist eine erhöhte Unsicherheit, ob die betreffenden Länder die Zinsen bedienen und die Anleihen bei Fälligkeit auch zurückzahlen können. Um dieses Risiko zu beschränken, sind sorgfältige Analysen notwendig, die Privatanleger indes in aller Regel nicht selbst leisten können.

DWS Emerging Markets Bonds (Short): Anleihenfonds für Schwellenländer

Dabei geht es nicht nur um die konjunkturellen und finanziellen Aussichten der einzelnen Länder, sondern vielfach auch um umfassende Unternehmensanalysen. Ein Job für Fachleute wie Roland Gabert. Gabert managt den DWS Emerging Markets Bonds (Short), einen Anleihenfonds für Schwellenländer, der darauf ausgerichtet ist, einen nachhaltigen Wertzuwachs zu erzielen. Dabei kann er auf die Expertise des gesamten Teams der Deutschen Asset Management zurückgreifen.

Fokus auf renditestarke Anleihen

Der Fondsmanager konzentriert sich auf renditestarke Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren, was das Zinsänderungsrisiko deutlich verringert. Zurzeit liegt die Duration seines Portfolios sogar nur bei 1,9 Jahren. Um Währungsrisiken zu begrenzen, werden 90 Prozent des Fondsvermögens in Euro gehalten bzw. gegen den Euro abgesichert. Ebenfalls hilfreich zur Begrenzung von Risiken: Die breite Streuung des Portfolios, das knapp 100 unterschiedliche Anleihen umfasst.

Die Zinspapiere, die Gabert hält, sind zu mehr als zwei Dritteln mit einer Bonität von AA bis BBB bewertet, was Investment Grade bedeutet. 27 Prozent des Portfolios stecken in Anleihen mit einem soliden BB-Rating. Die größten Länderpositionen des im April 2011 aufgelegten Fonds liegen derzeit in China, Mexiko, Indien, Russland, Türkei, Brasilien und Indonesien.

Das Fondsvermögen von 97 Millionen Euro ist zu etwas mehr als der Hälfte in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern investiert. Weitere 26,5 Prozent stecken in Staatsanleihen aus Emerging Markets oder solchen von staatsnahen Emittenten.

Fazit für Anleger:

  • Im Euroraum dürften die Zinsen in den nächsten Monaten niedrig bleiben
  • Um reale Geldwertverluste zu vermeiden, lohnt der Blick Richtung Anleihen aus Schwellenländern
  • Aktiv gemanagte Anleihefonds wie der DWS Emerging Markets Bonds (Short) bieten die Chance auf attraktive Renditen oberhalb der Inflationsrate

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