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16.07.2018 - 09:17

Politischer Circus Maximus



Die Konjunkturerwartungen nahmen in der zurückliegenden Woche weiter ab. Mit Blick auf das aktuelle politische Geschehen überrascht das kaum: So ist es der britischen Premierministerin Theresa May nur vorübergehend gelungen, ihre Kabinettsmitglieder auf das Ziel eines weichen Brexits zu verpflichten. In altbekannter Weise mischte auch US-Präsident Donald Trump die internationale Gemeinschaft auf. Blieb sein Auftritt beim NATO-Gipfel noch im Bereich des Erwarteten, stehen im Handelskrieg mit China nun neue Zölle auf ein Importvolumen von 200 Mrd. US-Dollar im Raum. Die Aussicht auf eine erneute Eskalation belastete zur Wochenmitte weltweit die Aktienmärkte. Obwohl die Konjunkturindikatoren für den Euroraum erstmals seit langem wieder positiv überraschten, überwogen stimmungsmäßig doch die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung des Welthandels.



In der kommenden Woche reißen die politischen Darbietungen nicht ab. Den Auftakt bildet das Treffen des US-Präsidenten mit seinem russischen Amtskollegen. Die deutschen Autobauer dürften interessiert verfolgen, wie die Ergebnisse der US-Beratungen über Zölle auf Kraftfahrzeuge ausgefallen sind. Bei den BIP-Zahlen aus China wird trotz aller negativen Nachrichten der vergangenen Wochen nur mit einer leichten Abschwächung gerechnet werden. Diese wiederum wird nicht vom Exportsektor getrieben, sondern durch nachlassenden Konsum und rückläufige Infrastrukturinvestitionen. Positive Arbeitsmarktzahlen im Vereinigten Königreich sollten zudem von den dunklen Wolken des Brexits ablenken.



 





Mitteilung übermittelt von Deka Bank, für deren Inhalt Deka Bank allein verantwortlich ist

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