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22.06.2018 - 15:41

Abwärts



Nein, mit "Abwärts" soll nicht die Erinnerung an den Thriller mit Götz George geweckt werden, der klaustrophoben Menschen den Angstschweiß von der Stirn rinnen lässt. Abwärts ging es an den Börsen, denn die Risikowahrnehmung erhielt neue Nahrung und der monetäre Angstschweiß sorgte für schwache Märkte: neue Strafzolldrohungen der USA gegen China, europakritische Personalentscheidungen der neuen italienischen Regierung, politische Spannungen um die Flüchtlingspolitik in Europa mit Streitigkeiten in der deutschen Bundesregierung, nach unten revidierte Prognosen für Deutschland und eine Gewinnwarnung von Daimler, um nur die wichtigsten Quellen für die Verunsicherung zu nennen. Die gemeldeten Konjunkturdaten sowie die Notenbankkommentare waren vergleichsweise unaufgeregt. Scheinbar ist die Stimmung an den Finanzmärkten in diesen Tagen schlechter als die Lage.



Besteht Hoffnung, dass in der kommenden Woche ein Stimmungsumschwung mit Besserung an den Märkten einsetzt? Vermutlich erwartet uns kein Feuerwerk an guten Nachrichten. Gleich am Montag dürfte in Deutschland das ifo Geschäftsklima eher mit einem Rückgang aufwarten. Aus politischer Sicht steht der EU-Gipfel am 28. und 29. Juni im Fokus. Man muss hier keine durchgreifenden Fortschritte und Lösungen erwarten. Allerdings können bereits das Ausbleiben einer Eskalation und ein Mindestmaß an Klarheit über den künftigen Kurs in der Flüchtlingsdebatte durchaus reichen, damit es an den Börsen nicht weiter abwärts geht.



 





Mitteilung übermittelt von Deka Bank, für deren Inhalt Deka Bank allein verantwortlich ist

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