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Nachrichten - AllianceBernstein (Luxembourg) S.à r.l.

Einkommen erzielen, auch wenn die EZB ihr Kaufprogramm zurückfährt

Von Jørgen Kjærsgaard & John Taylor

Die EZB hat begonnen, ihr Anleihekaufprogramm massiv zurückzufahren. Dabei konnte sie ein „Taper Tantrum“ an den regionalen Anleihenmärkten geschickt abwenden, was vermuten lässt, dass die Papiere dieser Märkte für einkommensorientierte Anleger nach wie vor eine attraktive Anlage darstellen.

Seit seiner Einführung vor einigen Jahren ist das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) beinahe in sämtliche Bereiche der Anleihenmärkte des Euroraums vorgedrungen. Dies führte bei den sichersten Anleihen zu niedrigen und bisweilen sogar negativen Renditen, einer Verengung der Spreads von Staatsanleihen an den verschiedenen Märkten des Euroraums, verengten Kreditspreads sowie zu einer allgemeinen Abflachung der regionalen Renditekurven.

Als deutlicher wurde, dass die EZB sich auf ein allmähliches Auslaufen ihres quantitativen Lockerungsprogramms (QE) vorbereitete, kamen Sorgen auf, dass dahingehende Massnahmen möglicherweise eine schwierig zu bewältigende Umkehr der durch das QE begünstigten Dynamiken auslösen könnten.

Nun, da die EZB ihre Pläne für eine Drosselung der Anleihenkäufe bekanntgegeben hat, sorgt ihr äusserst langsames und umsichtiges Vorgehen – und die Tatsache, dass kein endgültiges Datum für die Einstellung des Programms genannt wurde – für Auftrieb an den Anleihenmärkten.

Wenn sich die Marktbedingungen ändern, werden sich manche Anleihen besser entwickeln als andere. Wir sind der Meinung, dass sich einkommensorientierte Anleger weiterhin behaupten können – vorausgesetzt sie können aktiv zwischen den einzelnen Marktsektoren und Bonitäten allokieren.

Warum sollten sich Unternehmensanleihen weiterhin behaupten können?

Das quantitative Lockerungsprogramm und die negativen Renditen veranlassten Anleger, ihr Kapital aus den sichersten Staatsanleihen der Eurozone abzuziehen und in höherverzinslichen Anlagen anzulegen. Dadurch überstieg die Nachfrage nach regionalen Unternehmensanleihen das verfügbare Angebot deutlich. Diese wichtige technische Unterstützung wird auch im Zuge der Drosselung der Anleihenkäufe fortbestehen. Und da die EZB verlauten liess, dass die Zinsen auf absehbare Zeit nicht angehoben werden, stellen Barmittel nach wie vor eine unattraktive Anlage dar.

Zudem fährt die EZB ihr Kaufprogramm zurück, weil sich der Konjunkturausblick für die Eurozone erheblich verbessert hat. Im Grossen und Ganzen sind die Emittenten von Unternehmensanleihen in Europa in einer guten Verfassung und nicht überschuldet. Ein günstigeres Wirtschaftsumfeld dürfte mehr Unternehmen zu besseren Zahlen verhelfen und somit dazu beitragen, dass diese grosszügige Reserven anlegen und sich auf die geringfügig höheren Fremdkapitalkosten nach dem QE vorbereiten können. Die Ausfallraten dürften somit niedrig bleiben.

Welchen Sektoren sollten favorisiert werden?

Die Käufe im Rahmen des QE haben sicherlich zur Folge, dass einige Unternehmensanleihen teurer erscheinen. Wir sind jedoch der Auffassung, dass es nach wie vor ungenutzte Wertpotenziale gibt, beispielsweise bei Hochzinsanleihen, die von ausgewählten europäischen Investitionsgüterunternehmen emittiert werden. Sie bieten attraktive Renditen, während die zugrunde liegenden Unternehmen gut aufgestellt sind, um von der besseren europäischen Wachstumsdynamik zu profitieren. Auchihre marktführenden Positionen und ihre Fähigkeit, über den gesamten Zyklus hinweg freien Cashflow zu generieren, birgt Potenzial.

Gleichzeitig sieht es bei einigen Unternehmensanleihen ganz danach aus, als dürften diese bei einer Drosselung der Anleihenkäufe erheblich zulegen. Anleihen, die von Banken der Eurozone emittiert werden, wurden beispielsweise vom QE-Programm ausgeschlossen und konnten bislang nicht von einem mit diesem Programm verbundenen Anstieg profitieren.

Banken reagieren besonders empfindlich auf die Struktur der Renditekurve, da sie sich kurzfristig Geld leihen und längerfristige Kredite vergeben. Eine leicht ansteigende Kurve wird wahrscheinlich ihre Gewinnmargen verbessern, während ihr Kreditvolumen angesichts des Wirtschaftsaufschwungs in Europa zunehmen dürfte. Das grösste Wertpotenzial erkennen wir in nachrangigeren Wertpapieren, die von den europäischen Banken begeben wurden, die am stärksten rekapitalisiert wurden.

Die Anleihenmärkte mögen zwar eventuell in Turbulenzen geraten, wenn die EZB mit ihrem Ausstieg aus dem QE-Programm beginnt, doch das ist kein Grund für einkommensorientierte Anleger, den Markt überstürzt zu verlassen. Für geschickte Anleger gibt es dort nach wie vor viele lohnenswerte Anlagemöglichkeiten.

In diesem Dokument zum Ausdruck gebrachte Meinungen stellen keine Recherchen, Anlageberatungen oder Handelsempfehlungen dar und spiegeln nicht notwendigerweise die Ansichten aller Portfoliomanagementteams bei AB wider. AllianceBernstein Limited ist von der Financial Conduct Authority im Vereinigten Königreich zugelassen und wird durch diese Behörde reguliert.

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