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19.08.2020 - 10:41

BVIFONDS: Ersparnisse mit Aktien vor Kaufkraftverlust schützen

Deutsche vertrauen ihr Geld mehrheitlich dem Sparbuch, Tagesgeld- und
Festgeldkonten an oder lassen es auf dem Girokonto liegen. Sie schätzen
die
vermeintliche Sicherheit von Zinsprodukten. Doch die Realität sieht anders
aus.
Jeder deutsche Sparer hat allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nach Abzug der Inflation im Schnitt real 155 Euro verloren. Insgesamt
erlitten
sie laut Berechnungen von Comdirect im ersten Halbjahr 2020 einen
Wertverlust von 12,9 Milliarden Euro durch Geldeinlagen, die zu niedrige
Zinsen
abwerfen. Seit Ende 2010 summiert sich der Verlust der deutschen Sparer
auf
134,6 Milliarden Euro bzw. 1.638 Euro pro Bundesbürger. Der Grund für die
Entwicklung waren Sparzinsen, die unterhalb der Inflationsrate lagen.
Allein im
ersten Quartal dieses Jahres lag sie bei durchschnittlich 1,64 Prozent.
Gleichzeitig warfen aber Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen im
Schnitt
nur 0,14 Prozent ab. Das ergibt negative Realzinsen. Das Ersparte wird
also
weniger wert. Um die Ersparnisse vor einem Geldverlust zu schützen, sind
in
der aktuellen Niedrigzinsphase Anlagen in Wertpapieren notwendig, so die
Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten
Fondsgesellschaften. Aktien bieten ungeachtet zwischenzeitlicher Kursschwankungen im
Unterschied
zu niedrig verzinsten Anlageformen die Möglichkeit des Vermögenserhalts.
Kursgewinne und Dividendenzahlungen können die Ersparnisse vor der
Inflation schützen. Es ist ein gängiges Vorurteil, dass Aktienanlagen eine laufende Beobachtung von Nachrichten zur Volkswirtschaft und Unternehmen
voraussetzen. Niemand muss auf Einzelwerte setzen. Sparer können das
vielmehr Fondsmanagern überlassen. Angst vor Kursverlusten ist in der Altersvorsorge unbegründet. So zeigt
eine
Analyse des BVI, dass die Anlageergebnisse von Aktienfondssparplänen trotz des Einbruchs der Börsenkurse im März abhängig von der Laufzeit positiv
sind.
Ein durchschnittlicher Sparplan mit Aktienfonds, die in deutsche
Unternehmen
investieren, erreichte in den zurückliegenden 10 Jahren per Ende Juni 2020
im
Mittel eine jährliche Rendite von 3,91 Prozent. Je länger die
Anlagezeiträume,
umso geringer haben sich die Börsenturbulenzen der letzten Monate
ausgewirkt. Über 20 Jahre erzielten diese Aktienfonds im Mittel eine
jährliche
Wertsteigerung von 4,8 Prozent (per Ende Juni 2020). Eine breite Streuung in Aktien von Unternehmen in unterschiedlichen
Branchen
und Regionen, wie sie beispielsweise Aktienfonds bieten, und eine
möglichst
lange Anlagedauer senkt also deutlich das Risiko, weniger als die
eingezahlten
Beiträge zurückzubekommen. Die Ergebnisse zeigen also, dass es sich lohnen kann, einen Teil der Ersparnisse stärker in Aktien und Aktienfonds
anzulegen. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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