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24.04.2019 - 08:53

BVIFONDS: Öko-Investments: Vorsicht vor dubiosen Direktanlagen

Das Interesse an nachhaltigen Anlagen hat deutlich zugenommen. Das ruft
mitunter auch unseriöse Anbieter auf den Plan. Einige versprechen 3 bis 5
Prozent Rendite jährlich etwa mit Direktanlagen in Baumplantagen, andere
werben sogar mit Investments in Edelhölzer und 12 Prozent Rendite pro
Jahr.
Doch hier ist eine genaue Prüfung angebracht. Solche Direktinvestments
können mit einem nicht unerheblichen unternehmerischen Risiko verbunden
sein, vor allem, wenn sie unreguliert sind. Vor Kapitalanlagen, die dem
grauen
Kapitalmarkt zuzuordnen sind, hat die Finanzaufsicht BaFin jüngst
ausdrücklich
gewarnt. Darauf weist die Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI
organisierten Fondsgesellschaften hin. Bei einem Direktinvestment in Sachwerte könnten Anleger fälschlicherweise
davon ausgehen, dass sie im Falle einer Insolvenz als Eigentümer
abgesichert
sind. Doch laut BaFin scheitert der versprochene Eigentumserwerb durch die Anleger in vielen Fällen an tatsächlichen und rechtlichen Problemen. Die
Vermögensgegenstände befinden sich oft im Ausland, wodurch sich der
Eigentumserwerb nach ausländischem Recht richten kann. Das zeigt auch der
Fall der Lignum Sachwert Edelholz AG, bei dem 3.500 Anlegern nach der
Pleite
des Anbieters ein Verlust von rund 70 Millionen Euro entstanden ist, die
sie in
Edelholzplantagen in Bulgarien investiert hatten. Anbieter wie Lignum Sachwert Edelholz AG sind kaum reguliert. Es fehlen
verlässliche Mindeststandards. Hellhörig sollten Anleger werden, wenn hohe Renditen für Produkte versprochen werden. Denn als Faustregel gilt: Je
höher
die versprochene Rendite ist, desto größer ist in der Regel auch das
Risiko,
dass Sparer große Verluste erleiden können. Ein nachhaltiger Vermögensaufbau mit einem überschaubaren Risiko benötigt
dagegen Zeit. Anlageberater und Vermögensverwalter helfen, zusammen mit
dem Anleger finanzielle Ziele und Möglichkeiten zu bestimmen und ein
Anlagekonzept zu entwickeln, das zu seinem Risikoprofil passt.
Auskömmliche
Renditen sind auch mit regulierten Finanzprodukten, wie z.B.
Investmentfonds,
möglich. Wer auf Aktien setzt, hat dabei langfristig die besten Chancen. Ein Beispiel: Anleger, die 100 Euro monatlich ansparen, haben nach 20
Jahren
24.000 Euro zurückgelegt. Auf einem Tagesgeldkonto mit einer Verzinsung
von
0,5 Prozent jährlich würden daraus 25.240 Euro. Anders sieht es dagegen
bei
einem weltweit anlegenden Aktienfonds aus. Im Schnitt brachten diese in den zurückliegenden 20 Jahren per Stichtag
31.
März 2019 eine durchschnittliche Rendite von 5,0 Prozent pro Jahr - und
das
nach Abzug der Fondskosten. Der Sparer hätte dann nach 20 Jahren ein
Vermögen von 40.890 Euro angespart. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter
www.bvi.de/finanzwissen. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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