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13.03.2019 - 08:16

Aktien gegen den Kaufkraftverlust

Die von deutschen Sparern lang ersehnte Zinswende ist abgesagt. Die
Europäische Zentralbank hat angekündigt, die Zinsen bis Ende 2019
unverändert bei 0 Prozent zu lassen. Das ist für Sparer bitter. Denn
während
Sparbuch, Tagesgeld-, Festgeld- oder Girokonten kaum noch etwas abwerfen,
steigen die Verbraucherpreise kontinuierlich an. Im Februar lag die
Jahresteuerungsrate in Deutschland bei 1,6 Prozent. In Deutschland haben
wir
damit also negative Realrenditen auf das Geldvermögen von Sparern und
Anlegern; Unter dem Strich verlieren sie Geld. Das zeigt folgende
Rechnung:
Wer 10 Jahre lang 100 Euro im Monat spart, sammelt ohne Zinsen und
Gebühren 12.000 Euro an. Wer in den kommenden Jahren eine
Geldentwertung durch eine Inflation von 1,6 Prozent jährlich unterstellt,
darf
dann von den angesparten 12.000 Euro nur noch eine Kaufkraft von 10.239
Euro erwarten. Es macht also Sinn, über Alternativen zum Sparen auf einem
zinslosen Konto nachzudenken, so die Aktion "Finanzwissen für alle" der im
BVI
organisierten Fondsgesellschaften.
Im Gegensatz zu niedrig verzinsten Anlageformen bieten Aktien die
Möglichkeit
des Vermögenserhalts. Aktionäre und auch Anleger in Aktienfonds
profitieren
vom Wachstum der Unternehmen. Über die Dividenden nehmen Anleger
zusätzlich am Erfolg eines Unternehmens teil. Zwar trauen es sich nur
wenige
Sparer zu, Unternehmen und Märkte zu analysieren, um die besten Aktien für ihre Depots zu wählen. Das ist aber eine Stärke von Fondsmanagern. Sie
suchen nach Kriterien wie Bilanzkennzahlen und der Bewertung des
Geschäftsmodells die geeigneten Unternehmen für das Portfolio aus.
Ein Rückblick zeigt, dass sich ein frühzeitig begonnener Sparplan auf
Fonds,
die in deutsche Aktien investieren, lohnen kann: Wer in den
zurückliegenden 35
Jahren beispielsweise monatlich 100 Euro in deutsche Aktienfonds
investiert
hat, zahlte insgesamt 42.000 Euro ein. Der Sparplan brachte ihm per Ende
Dezember 2018 im Mittel rund 140.765 Euro ein. Das entspricht einer
Wertentwicklung von durchschnittlich 6,1 Prozent im Jahr.
Der Blick in den Rückspiegel zeigt, dass es sich lohnt, einen Teil der
Ersparnisse stärker in Aktien und Aktienfonds anzulegen. Dabei sollte der
Sparer zusammen mit einem Anlageberater entsprechend seiner
Risikobereitschaft eine für ihn geeignete Quote von Aktien und Aktienfonds festlegen.
Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter
www.bvi.de/finanzwissen.
Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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