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23.01.2019 - 08:35

Aktienfonds gegen die Geldentwertung

Die Deutschen legen ihr Geld mehrheitlich auf dem Sparbuch, Tagesgeld- und Festgeldkonten an oder lassen es auf dem Girokonto liegen. Noch immer
vertrauen viele Bundesbürger auf die vermeintliche Sicherheit von
Zinsprodukten. Doch die Realität sieht anders aus. Jeder deutsche Sparer
hat
im vergangenen Jahr im Schnitt 470 Euro verloren. Insgesamt erlitten sie
2018
laut Berechnungen einer Direktbank einen Rekordverlust von 38,9 Milliarden Euro durch Geldeinlagen, die niedrige Zinsen abwerfen. Der Grund für die
Entwicklung waren die Sparzinsen, die unterhalb der Inflationsrate lagen.
Im
zweiten Quartal letzten Jahres lag sie bei durchschnittlich 1,93 Prozent.
Gleichzeitig warfen aber Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen im
Schnitt
nur durchschnittlich 0,19 Prozent ab. Der sogenannte Realzins lag im
abgelaufenen Jahr bei minus 1,74 Prozent. Das Ersparte wird also weniger
wert. Um die Ersparnisse vor einem Geldverlust zu schützen, sind in der
aktuellen Niedrigzinsphase Anlagen in Wertpapieren notwendig, so die
Aktion
"Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften. Aktien bieten beispielsweise im Unterschied zu niedrig verzinsten
Anlageformen
die Möglichkeit des Vermögenserhalts. Neben dem Sachwertcharakter der
Aktie profitieren Aktionäre wie auch Anleger in Aktienfonds vom Wachstum
der
Unternehmen. Über die Dividenden nehmen Anleger außerdem am Erfolg eines
Unternehmens teil. Dass Aktienanlagen gute bzw. ausgeprägte wirtschaftliche Kenntnisse
voraussetzen, ist ein Vorurteil vieler Deutscher. Daher traut sich nicht
jeder
Sparer zu, Unternehmen und Märkte zu analysieren, um die besten Aktien für sein Depot zu wählen. Das ist aber eine Stärke von Fondsmanagern. Sie
suchen nach Kriterien wie Bilanzkennzahlen und der Bewertung des
Geschäftsmodells die geeigneten Unternehmen für das Portfolio aus. Ein Blick in den Rückspiegel zeigt, dass sich ein Sparplan auf Fonds, die
in
deutsche Aktien investieren, lohnen kann: Wer in den zurückliegenden 25
Jahren beispielsweise monatlich 100 Euro in deutsche Aktienfonds
investiert
hat, zahlte insgesamt 30.000 Euro ein. Der Sparplan brachte ihm per Ende
September 2018 im Mittel rund 67.705 Euro ein. Das entspricht einer
Wertentwicklung von durchschnittlich 6,0 Prozent im Jahr. Es kann sich also lohnen, einen Teil der Ersparnisse stärker in Aktien und Aktienfonds anzulegen. Dabei sollte der Sparer zusammen mit einem
Anlageberater entsprechend seiner Risikobereitschaft eine für ihn
geeignete
Quote von Aktien und Aktienfonds festlegen. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter
www.bvi.de/finanzwissen. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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