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31.01.2018 - 08:30

Schwellenländer – nichts für schwache Nerven

Viele Sparer sind auf der Suche nach Anlagen, die attraktive Zinsen anbieten.
Das ist bei Sparbüchern, Tages- und Festgeldern schon lange nicht mehr der
Fall. Auch die Rendite von 0,5 Prozent, die Bundesanleihen mit einer Laufzeit
von zehn Jahren abwerfen, ist eher mager. Es wundert daher nicht, dass das
Interesse institutioneller Anleger an Anleihen aus Schwellenländern, also
Entwicklungsländern, die zum Sprung zum Industrieland ansetzen, groß ist. Sie
belohnen das höhere Risiko mit wesentlich attraktiveren Zinsen als deutsche
Staatspapiere. Anleihen aus Ländern wie beispielsweise Ägypten oder auch
Jamaika haben deswegen in den zurückliegenden Monaten kräftige Zuflüsse
erlebt. Aber auch private Sparer können davon profitieren. Dabei dürfen sie
jedoch die Gefahr hoher Kurs- und Währungsschwankungen sowie einer
Zahlungsunfähigkeit eines Landes nicht aus den Augen verlieren. Darauf weist
die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften hin. Um von den höheren Renditen zu profitieren, besteht die Möglichkeit, über
Fonds in Schwellenländeranleihen zu investieren. Deren Fondsmanager legen
das Geld in einen Korb von Anleihen unterschiedlicher Emittenten und
Währungen an. Das minimiert die Risiken gegenüber einer Direktanlage. Ein
Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das lohnen kann: So verzeichneten
Rentenfonds, die in Schwellenländeranleihen investierten, in den
zurückliegenden 15 Jahren per Ende Dezember 2017 eine Rendite von 111,1
Prozent, was einem durchschnittlichen jährlichen Ertrag von 5,1 Prozent
entspricht. Trotz der verlockenden Renditeaussichten sollten Sparer aber auch
nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Schwellenländeranleihefonds ihrem
Depot lediglich beimischen. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier.
 
Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". ********************************************************************************
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