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17.01.2018 - 08:36

Bitcoin: Im digitalen Goldrausch

Digitale Zahlungsmittel sind in aller Munde, weil einige dieser Währungen fast
märchenhafte Kursanstiege verzeichnen. Der Bitcoin ist das wohl bekannteste
digitale Zahlungsmittel. Notierte er Anfang Januar 2017 bei 1.000 Dollar,
musste man zuletzt rund 14.000 Dollar für eine virtuelle Münze zahlen. Bitcoin
ist allerdings nicht die einzige Kryptowährung. Mittlerweile gibt es mehr als
1.400 verschiedene digitale Zahlungsmittel, deren Beliebtheit als
Spekulationsobjekte stark zugenommen hat. Bitcoin wird über spezielle
Internetplattformen oder -Börsen gehandelt. Der Sparer kann die Kunstwährung
aber nicht einfach bei seiner Bank gegen Euro umtauschen oder mit ihnen im
Supermarkt die Einkäufe bezahlen. Darauf weist die Aktion "Finanzwissen für
alle" der Fondsgesellschaften hin. Der digitale Goldrausch ist reizvoll. Doch Kryptowährungen bergen erhebliche
Risiken. So haben bereits einige Länder den Handel mit ihnen verboten.
Außerdem litten die Kurse zuletzt unter kräftigen Schwankungen von bis zu
zehn Prozent in die eine oder andere Richtung. Bundesbank-Präsident Jens
Weidmann warnte unlängst vor möglichen Verlusten durch Investitionen in
Bitcoin. Diesen als "Digitalwährung" zu bezeichnen, sei irreführend: "Ein
Zahlungsmittel sollte ja eine Wertstabilität aufweisen. Diese Eigenschaft fehlt
dem Bitcoin." Anlageprodukte, die in einen Korb von mehreren Digitalwährungen investieren,
um Verlustgefahren zu senken, gibt es derzeit noch nicht. So verlockend der
rasante Wertzuwachs einzelner Digitalwährungen auch ist, eine Spekulation
gleicht einem Einsatz in einem Spielkasino. Ein vernünftiger Vermögensaufbau
mit einem überschaubaren Risiko benötigt dagegen Zeit. Ein
Vermögensverwalter kann helfen, zusammen mit dem Anleger finanzielle Ziele
und Möglichkeiten zu bestimmen und ein Anlagekonzept zu entwickeln, das zu
seinem Risikoprofil passt. Attraktive Renditen sind mit Fonds möglich, die im Unterschied zu Bitcoin durch
den Gesetzgeber reguliert und kontrolliert werden. Das zeigen beispielsweise
Fonds, die in deutsche Aktien investieren. Sie erzielten in den zurückliegenden
15 Jahren im Durchschnitt einen Gewinn von 9 Prozent jährlich. Anleger können über Sparpläne auf Aktienfonds schon mit kleinen Beträgen an
der Entwicklung von Unternehmen teilhaben. Die breite Anlage des Vermögens
in unterschiedliche Branchen, Länder und Kapitalmärkte verteilt die Risiken.
Außerdem werden die Gelder der Anleger in der Regel als Sondervermögen
verwahrt - getrennt von der Bilanz der Fondsgesellschaft. Das macht Fonds
insolvenzsicher. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter
www.bvi.de/finanzwissen. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle".
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